Kurzzeit oder Langzeit
HRV Messung?

Mit der Analyse des vegetativen Nervensystems will man die Aktivität des vegetativen Nervensystems erfassen und erkennen, wie Stress den Körper belastet.
Ob der Parasympathikus in der Lage ist seine Funktion in einer Ruhesituation aufzunehmen oder die Funktion eingeschränkt ist können Sie innerhalb von 15 Minuten erkennen.

Was ist aber, wenn der Patient aufgeregt ist oder einen stressigen Tag hatte?

Das vegetative Nervensystem ist ein Regulationssystem, welches alle unsere Organe und Organsysteme je nach vorhandener Situation steuert und reguliert.

Wenn der Patient einen stressigen Tag hatte oder stark aufgeregt ist, wird dies zu einer erhöhten sympathischen und einer erniedrigten parasympathischen Aktivität führen.
Das bedeutet für die Praxis, dass ich mit nur einer einzigen Messung keine exakte Aussage treffen kann, ob der Parasympathikus noch ausreichend arbeiten kann und wie viele Reserven noch vorhanden sind.

Bei auffälligen Messergebnissen mit erhöhtem Sympathikus und erniedrigtem Parasympathikus sollte daher direkt im Anschluss eine zweite Messung folgen mit einer vorgegeben Taktatmung (integriert in die VNS Analyse Professional).

Die Taktatmung führt zur Stimulation des Parasympathikus und verdeutlicht so dessen Reserven.

Atemtaktung zeigt, ob Reserven in der HRV vorhanden sind Beispiel 1

Das Bild oben zeigt eine auffällige Messung mit erhöhtem Sympathikus (rot) und erniedrigtem Parasympathikus (blau) mit einer deutlichen Verbesserung der vegetativen Regulation unter der Taktatmung. Nähere Informationen zur Atemtaktung hier.

Sie können somit innerhalb von 15 Minuten eine Aussage über die vegetative Regulation treffen und erkennen, ob es sich um kurzzeitigen Stress handelt, Beispiel oben, oder ob der Stress sich bereits manifestiert hat, siehe Beispiele unten.

Atemtaktung zeigt, ob Reserven in der HRV vorhanden sind Beispiel 2
Atemtaktung zeigt, ob Reserven in der HRV vorhanden sind Beispiel 3