Die Geschichte der VNS Analyse
beginnt im 3. Jahrhundert n. Chr.

Der chinesische Arzt Wang Shu-he dokumentierte dies in seinen Schriften „Mai Ching“/“The Knowledge of Pulse Diagnosis“ (heute ein „Puls-Klassiker“). Er schrieb einen Satz nieder, der in der heutigen Zeit vielfach zitiert wird:

Wenn der Herzschlag so regelmäßig wie das Klopfen des Spechts oder das Tröpfeln des Regens auf dem Dach wird, wird der Patient innerhalb von vier Tagen sterben.

Weitere Meilensteine der VNS-Analyse / HRV-Analyse

  • 1891- Müller zeigt bei Herzkranken geringeren Anstieg der HF auf Atropin
  • 1927 - Winterberg und Wenkelbach beschreiben die respiratorische Sinusarrhythmie
  • 1965 - Hon und Lee beschreiben Veränderungen der RR-Intervalle beim „fetal distress“
  • 1972 - Hinkel et al. zeigen erhötes Herztodrisiko bei reduzierter respiratorischer Sinnusarrhythmie
  • 1978 - Wolf et al. beschreiben Zusammenhang zwischen HRV und Infarktmortalität
  • 1981 - (Akselrod et al. 1981) „Die Spektralanalyse der HRV ist bedeutsam als nicht-invasive, quantitative Kenngröße der Funktionalität kardiovaskulärer Regelkreise
  • 1990 - Die HRV Analyse findet Eingang in die klinische Kardiologie und Diabetologie
  • 2000 - Die HRV wird Bestandteil der Risikostratifikation für den plötzlichen Herztod
  • 2011 - Die HRV Analyse wird in das Curriculum spezielle Schmerzmedizin und Psychosomatik der MH Hannover aufgenommen
  • 2010 - Die HRV Analyse wird in das Programm für Nationale Versorgungsleitlinien im Bereich Neuropathie bei Diabetes im Erwachsenenalter aufgenommen

Der Wissenschaftler v. Hering prohezeite 1925:

„Die weise Benutzung des vegetativen Systems wird einmal den Hauptteil der ärztlichen Kunst ausmachen.“

Dr. Johann Diederich Hahn-Godeffroy:

„Das Vegetativum, die Balance aus Anspannung und Entspannung, harmonisch in der Waage zu halten, bedeutet: Lebenskunst.“